Bei dem Projekt handelt es sich um 2 Stationen, die eine vorhandene Transferanlage erweitern. Zum einen eine Bestückungsstation und zum anderen eine Schneidklemmstation.
In der Bestückungsstation werden Motorenpakete, die auf einem Werkstückträger (WT) laufen, gehandhabt. Zunächst werden die WTs, welche auf einem Bandsystem laufen, angehalten und zur genaueren Positionierung ausgehoben. Ein Portal-Achssystem mit X-, Y- und Z-Achse nimmt das Kunststoffrohteil ab und legt es in eine der angebauten Wickelmaschinen ein. Der WT wird zur Entnahmestation weitergetaktet und wartet hier auf das Aufsetzen der fertig bewickelten Spulenkörper. Das Handlingsystem ist außerdem mit einem Drehantrieb ausgestattet. Dieser ermöglicht einen schnelleren Werkstückwechsel. Die Möglichkeiten der Achse im Bezug auf Taktzeiten wurden nicht ausgeschöpft, da die Taktzeit von der Dauer der Wickelmaschine vorgegeben wird.
Aufbauart: Sonderanlage
Taktzeit: 24 sec/Zyklus
Stationen: 3 Wickelstationen
Wesentlich aufwendiger und somit auch technisch anspruchsvoller präsentiert sich die anschließende Schneidklemmstation:
Eine Entladestation entnimmt die zu bearbeitenden Motorenpakete vom WT des Bandes, transportiert diese über einen Rundschalttisch und setzt sie hier in eine Aufnahme ein. Nach dem Übersetzen des Paketes wird er mit dem Rundschalttisch unter einen Setzkopf getaktet. Aufgrund Taktzeitvorgaben arbeiten 2 Setzköpfe parallel. Außerdem werden die Teile unter jedem Setzkopf noch ausgehoben und gedreht. Nur so war es möglich, vier Kontakte innerhalb der vorgegebenen Taktzeit zu setzen.
Durch ein Zwischenstufenhandling wird das Motorenpaket aus dem Drehtellerbereich entfernt, zum Schneideinheitenbereich gebracht und darauf abgesetzt. Hier werden Drahtreste abgeschnitten und abgesaugt.
Anschließend wird der Motor an einer Prüfeinheit auf Durchgang geprüft, gewendet und wieder auf WT abgelegt.
Aufbauart: Sonderanlage
Taktzeit: 9,6 sec
Stationen: 4
Der Projektleiter von ebm-papst freut sich auf den Dauereinsatz der Anlage im Anschluss an die aktuell laufende Inbetriebnahme. „Es hat sich ausbezahlt, dass in der Konzeption der Anlagen eine sehr enge Abstimmung zwischen ebm-papst und BDG stattgefunden hat. Aufgrund des gut funktionierenden Projektmanagements mit Meilensteinen waren wir jederzeit über den Sachstand informiert“.